Am 17. Oktober veranstaltete Enzai ein Kamingespräch in der Innenstadt von Toronto, das ein Panel von Vordenkern der KI-Governance und Dutzende von Kanadas führenden KI-Experten zusammenbrachte, um die unterschiedlichen Ansätze zur KI-Regulierung zwischen Europa und Kanada zu diskutieren.
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Am 17. Oktober veranstaltete Enzai ein Kamingespräch in der Innenstadt von Toronto, das ein Panel von Vordenkern der KI-Governance und Dutzende von Kanadas führenden KI-Experten zusammenbrachte, um die unterschiedlichen Ansätze zur KI-Regulierung zwischen Europa und Kanada zu erörtern.
Neben dem Gründer von Enzai, Ryan Donnelly, bestand das Panel aus David Asgeirsson, R&D Partnerships and Intellectual Property bei Xanadu, und Sam Ip, Partner bei Osler, Hoskin & Harcourt LLP.
Deep Dive in das regulatorische Umfeld für KI im Wandel
Ryan eröffnete die Diskussion mit einem Überblick über die aktuelle Landschaft der KI-Governance. Er sprach darüber, wie komplex dieser Bereich für Unternehmen angesichts neuer Gesetzesinitiativen zunehmend wird und wie domänenspezifische Tools, wie die Plattform von Enzai, Unternehmen dabei unterstützen können, die Konformität ihrer KI-Nutzung mit den neuen Vorschriften sicherzustellen.
Das Panel setzte dieses Thema mit einer Debatte darüber fort, ob die Notwendigkeit einer Regulierung in dem sich schnell entwickelnden KI-Sektor das potenzielle Risiko einer Hemmung von Innovationen überwiegt. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass eine Regulierung notwendig ist, um eine ausreichende KI-Governance zu gewährleisten, stimmten jedoch auch darin überein, dass die Gesetzgebung zur KI sehr bedacht sein muss und die Notwendigkeit berücksichtigen sollte, Vorschriften zukunftssicher gegenüber einer sich rasant entwickelnden, hochmodernen KI zu gestalten. Dies bedeutet, Regeln zu formulieren, die allgemein genug sind, um technologische Fortschritte und Anwendungsfälle zu erfassen, und gleichzeitig präzise genug, um eine reale Wirkung zu erzielen.
Ein treffendes Beispiel hierfür ist das anstehende KI-Gesetz der EU (EU AI Act), das bereits im Entwurf angekündigt worden war, noch bevor ChatGPT im vergangenen November seinen explosiven Einstand feierte und LLMs in der Folge an Bedeutung gewannen. Dies führte zu einer eingehenden Diskussion über den Fortschritt des Gesetzes, das sich derzeit in der Trilog-Phase befindet. Dies ist eine Phase der Debatte und Diskussion zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission mit dem Ziel, sich auf eine endgültige Fassung des Gesetzes zu einigen, die in Kraft treten wird. Es ist geplant, diesen Prozess vor Ende 2023 abzuschließen.

Im Rahmen desselben Themas der neuen Regulierung betonte David die Bedeutung von Planungssicherheit für Unternehmen. Da immer mehr Gesetze in Kraft treten – nicht nur die EU-Verordnung, sondern auch kanadische Statuten und eine mögliche Exekutivmaßnahme der USA –, werden Unternehmen mit größerer Unsicherheit und potenziellen Kosten zur Gewährleistung der Compliance konfrontiert. David stellte klar, dass Unternehmen spezialisierte Unterstützung benötigen werden, um sicherzustellen, dass sie mit der Vielzahl an neuen Gesetzen konform bleiben.
Das Panel ging anschließend zu einer Diskussion über das kanadische regulatorische Umfeld für KI über. Sam führte das Publikum durch Kanadas Maßnahmen, insbesondere den Artificial Intelligence and Data Act (AIDA), der darauf abzielt, den Schutz von Einzelpersonen und Gemeinschaften mit der Notwendigkeit in Einklang zu bringen, kanadischen Unternehmen die Innovation und Einführung modernster KI zu ermöglichen.
Ähnlich wie das vorgeschlagene KI-Gesetz der EU verfolgt auch Kanadas AIDA einen risikobasierten Ansatz zur Regulierung von KI. Der Schwerpunkt des Gesetzes liegt auf der Minderung von Risiken bezüglich Schäden und Voreingenommenheit durch „hochgradig folgenschwere“ KI-Systeme. Zu den Schlüsselfaktoren, anhand derer die Gesetzgebung bestimmt, welche KI in diese Kategorie fällt, gehören die Schwere potenzieller Schäden, das Ausmaß der Nutzung und das Ausmaß, in dem Risiken bereits durch andere Gesetze reguliert werden.
Sam erörterte auch den freiwilligen Verhaltenskodex Kanadas für die verantwortungsvolle Entwicklung und Verwaltung fortschrittlicher generativer KI-Systeme, an dessen Ausarbeitung er beteiligt war.
Obwohl der Kodex für Unternehmen formal freiwillig ist, wird er von der Bundesregierung zunehmend vorausgesetzt und gewinnt somit de facto einen verbindlichen Charakter.
Das letzte Thema der Diskussion drehte sich um die Notwendigkeit für Regulierungsbehörden, eng mit Branchenvertretern zusammenzuarbeiten, um eine erfolgreiche Gesetzgebung zu gestalten. Ryan merkte an, dass es bei einer so schnelllebigen Branche wie der KI noch wichtiger sei als in anderen Bereichen, dass Regulierungs- und Gesetzgebungsorgane im ständigen Dialog mit der KI-Community bleiben. Im Falle Kanadas betonte Sam, dass in der Tat ein hohes Maß an Zusammenarbeit stattgefunden hat, insbesondere beim Verhaltenskodex, der in Abstimmung mit einer Arbeitsgruppe aus Branchenführern entwickelt wurde.
Enzai bedankt sich herzlich bei David und Sam für ihre Teilnahme sowie beim MaRS Discovery District, Innovate UK und Invest Northern Ireland für ihre Unterstützung bei der Organisation dieser fantastischen Veranstaltung. Wenn Sie daran interessiert sind, wie Enzai Sie und Ihr Unternehmen bei der Bewältigung der neuen KI-Regulierungslandschaft unterstützen kann, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
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