Enzai analysiert den gemeinsamen Fahrplan der USA und der EU für vertrauenswürdige KI und Risikomanagement
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Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben Anfang Dezember 2022 einen gemeinsamen Fahrplan für Evaluierungs- und Messinstrumente für vertrauenswürdige KI und Risikomanagement veröffentlicht (die „Joint Roadmap“). Ziel des Fahrplans ist es, die Entwicklung von Instrumenten, Methoden und Ansätzen für das KI-Risikomanagement und eine vertrauenswürdige KI durch die EU und die USA zu steuern sowie die gemeinsamen Interessen beider Parteien bei der Unterstützung internationaler Standardisierungsbemühungen und der Förderung vertrauenswürdiger KI voranzutreiben. Der Fahrplan sieht praktische Schritte vor, um eine vertrauenswürdige KI voranzubringen und das Engagement beider Parteien für die Empfehlung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu KI aufrechtzuerhalten.
Mehr über die Ansätze der USA und Europas zur Regulierung von KI erfahren Sie auf dem Blog von Enzai.
Risikobasierte Ansätze
Sowohl die USA als auch die EU erkennen an, dass ein risikobasierter Ansatz und die Konzentration auf vertrauenswürdige KI-Systeme den Menschen Vertrauen in KI-basierte Lösungen geben können, während sie gleichzeitig Unternehmen dazu inspirieren, vertrauenswürdige KI-Technologien zu entwickeln. Dieser Ansatz unterstützt gemeinsame Werte, schützt die Rechte und die Würde des Menschen, schont den Planeten und fördert Marktinnovationen.
Gemeinsame Aktivitäten
Der gemeinsame Fahrplan schlägt mehrere Aktivitäten vor, die darauf abzielen, die risikobasierten Ansätze der EU und der USA aufeinander abzustimmen, darunter:
1. die Förderung einer gemeinsamen Terminologie, von Konzepten und Rahmenbedingungen für vertrauenswürdige KI und das Risikomanagement;
2. die Einrichtung einer gemeinsamen Plattform für Metriken und Methoden, die zur Bewertung und Messung der Vertrauenswürdigkeit und des Risikos von KI-Systemen genutzt werden können;
3. die Förderung der Transparenz und Erklärbarkeit von KI-Systemen;
4. die Entwicklung gemeinsamer Ansätze für die KI-Ethik, einschließlich der Entwicklung von KI-Systemen, die die Menschenrechte und die Menschenwürde respektieren; und
5. die Förderung des öffentlichen Bewusstseins und des Verständnisses für KI sowie deren Risiken und Vorteile.
Interessanterweise gehört dazu auch die Einrichtung eines gemeinsamen Trackers für bestehende und neu auftretende Risiken und Risikokategorien, basierend auf dem Kontext, den Anwendungsfällen und empirischen Daten zu den Auswirkungen und Schäden von KI-Vorfällen. Der gemeinsame Fahrplan schlägt außerdem vor, dass die EU und die USA gemeinsame Aktivitäten durchführen, um die Entwicklung vertrauenswürdiger KI im Allgemeinen zu fördern, wie z. B. die Nutzung von KI für das gesellschaftliche Wohl und zur Bewältigung globaler Herausforderungen sowie die Unterstützung von Forschung und Innovation im Bereich vertrauenswürdiger KI.
Die Parteien haben einen detaillierten Implementierungsplan vorgelegt, der spezifische Schritte und Zeitpläne für jede der vorgeschlagenen Aktivitäten skizziert. Diese Schritte umfassen die Bildung von Experten-Arbeitsgruppen, die Analyse der entstehenden Rahmenbedingungen zur Koordinierung von Überschneidungsbereichen und den Austausch von Erkenntnissen unter einer vielfältigen Gruppe von Stakeholdern.
Analyse
Angesichts der zunehmenden Verbreitung globaler KI-Standards, Rahmenwerke, Vorschriften und Richtlinien ist eine internationale Zusammenarbeit zur Harmonisierung hin zu allgemein anerkannten Standards eine willkommene Bereicherung für die Landschaft. Obwohl sie sich noch im Anfangsstadium befindet und vorerst nur zwischen zwei der vielen Wirtschaftsblöcke der Welt stattfindet, die von KI betroffen sein werden, stellt sie dennoch einen wichtigen Schritt nach vorn dar, um die Entwicklung vertrauenswürdiger KI und ein effektives Risikomanagement voranzutreiben.
Die Akteure werden schnell handeln müssen – erst letzte Woche hat der Europäische Rat eine gemeinsame Position im Vorfeld der Trilog-Verhandlungen mit den anderen EU-Institutionen verabschiedet (ein entscheidender Schritt in diesem Prozess, den wir in einem kommenden Blogbeitrag bewerten werden). Doch während sich das EU-KI-Gesetz (EU AI Act) der Umsetzung nähert, wird diese Art der gemeinsamen internationalen Zusammenarbeit hoffentlich zusätzliche Klarheit in die regulatorische und politische Landschaft der KI bringen. Wir hoffen, dass diese Kooperation in Zukunft auch auf andere globale Stakeholder ausgeweitet wird.
Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Enzai Ihr Unternehmen bei der Einhaltung des EU-KI-Gesetzes unterstützen kann.
Enzai ist die führende Plattform für Enterprise AI Governance, die speziell dafür entwickelt wurde, Unternehmen beim Übergang von abstrakten Richtlinien zur operativen Aufsicht zu unterstützen. Unsere Plattform für KI-Risikomanagement bietet die spezialisierte Infrastruktur, die für die Steuerung der Governance agentischer KI, die Pflege eines umfassenden KI-Inventars und die Gewährleistung der Einhaltung des EU-KI-Gesetzes erforderlich ist. Durch die Automatisierung komplexer Workflows befähigt Enzai Unternehmen, die KI-Einführung mit Vertrauen zu skalieren und gleichzeitig die Ausrichtung an globalen Standards wie ISO 42001 und NIST zu wahren.
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