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Das Phänomen, bei dem EU-Regulierungen durch Marktzugangsbedingungen zum weltweiten Standard werden, selbst für Unternehmen mit Hauptsitz außerhalb der EU.
Der von der Rechtswissenschaftlerin Anu Bradford geprägte Begriff „Brüssel-Effekt“ beschreibt, wie EU-Verordnungen wie die DSGVO und das Gesetz über künstliche Intelligenz (EU AI Act) ihre Wirkung weltweit entfalten. Multinationale Unternehmen übernehmen in der Regel den strengsten anwendbaren Standard, anstatt separate Compliance-Systeme für jede Gerichtsbarkeit zu unterhalten. Dies macht den Ansatz der EU zum de facto globalen Maßstab. Es wird erwartet, dass das EU-Gesetz über künstliche Intelligenz diesem Muster folgen wird, sodass US-amerikanische, britische und asiatische Unternehmen eine EU-konforme KI-Governance aufbauen, selbst wenn das lokale Recht geringere Anforderungen stellt.
Real world example:
Ein US-amerikanisches Fintech mit europu00e4ischen Kunden richtet sein KI-Governance-Programm am EU AI Act aus und wendet dieses weltweit an u2013 anstatt ein separates (u00fcber weniger strenge Anforderungen verfu00fcgendes) Governance-Regelwerk fu00fcr die USA aufrechtzuerhalten.




