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Ein systematischer Evaluierungsprozess zur Identifizierung und Bewältigung der ethischen Implikationen und potenziellen gesellschaftlichen Auswirkungen von KI-Systemen vor deren Bereitstellung.
Eine strukturierte Bewertung – ähnlich einer Umweltverträglichkeitsprüfung –, die die beabsichtigten Anwendungsfälle, betroffenen Stakeholder, Datenquellen, potenziellen Verzerrungen und nachgelagerten gesellschaftlichen Auswirkungen untersucht. Sie mündet in einen Aktionsplan zur Risikominderung, in Stakeholder-Konsultationen und eine Überwachung nach der Bereitstellung. Eine solche ethische Folgenabschätzung (Ethics-IA) ist häufig durch Governance-Frameworks vorgeschrieben und hilft dabei, unbeabsichtigte Schäden aufzudecken.
Praxisbeispiel:
Vor der Einführung einer KI zur vorausschauenden Polizeiarbeit (Predictive Policing) führt eine Kommune eine ethische Folgenabschätzung durch: Sie bindet führende Vertreter der Gemeinschaft ein, simuliert Einsatzszenarien, identifiziert die Risiken einer übermäßigen polizeilichen Präsenz in Minderheitenvierteln und passt die Risikoschwellen sowie die Aufsichtsprotokolle des Modells an, um die Bürgerrechte zu schützen.




