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Ein rechtlicher Mechanismus unter dem EU-KI-Gesetz (EU AI Act) und anderen Regelungen, bei dem die Einhaltung eines harmonisierten Standards (z. B. eines veröffentlichten EN-Standards) die widerlegbare Vermutung begründet, dass die zugrunde liegende Verordnung erfüllt ist.
Sobald eine harmonisierte Norm im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurde, profitieren Organisationen, die deren Einhaltung nachweisen, von der Konformitätsvermutung bezüglich der entsprechenden regulatorischen Anforderungen. Dies vereinfacht den Nachweis der Compliance erheblich: Anstatt die direkte Einhaltung oft abstrakter Gesetzestexte zu argumentieren, verweisen Organisationen auf eine Zertifizierung nach der harmonisierten Norm. Wo eine harmonisierte Norm für eine KI-Governance-Regulierung existiert, bietet die Zertifizierung nach dieser Norm den einfachsten, rechtlich belastbaren Weg zur Compliance. Wo keine existiert, müssen Organisationen die Compliance durch andere dokumentierte Mittel nachweisen.
Praxisbeispiel:
Ein Unternehmen, das nach einer harmonisierten Norm für das KI-Risikomanagement zertifiziert ist, profitiert von der Konformitätsvermutung in Bezug auf die entsprechenden regulatorischen Anforderungen. Dies reduziert die Komplexität von Audits erheblich im Vergleich zum Nachweis der direkten Einhaltung der zugrunde liegenden Verordnungstexte.




