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Eine vernetzte Topologie, in der KI-Agenten über eine gemeinsame Infrastrukturebene einander entdecken, miteinander kommunizieren und Aufgaben delegieren.
Ein Agent Mesh (Agenten-Netzwerk) überträgt die Prinzipien der Service-Mesh-Architektur (bekannt geworden durch Tools wie Istio für Microservices) auf agentenbasierte KI-Systeme. Anstatt dass Agenten sich gegenseitig direkt aufrufen, stellt das Mesh eine verwaltete Kommunikationsschicht bereit, die die Registrierung, Erkennung, Authentifizierung, das Nachrichten-Routing und die Telemetrie der Agenten übernimmt. Aus Sicht der Governance wird das Mesh zur natürlichen Durchsetzungsgrenze: Richtlinien für Aktionen, Audit-Trails und Human-in-the-Loop-Kontrollen greifen auf Mesh-Ebene, anstatt in jedem Agenten einzeln implementiert werden zu müssen. Die Begriffe Agent Mesh und Agent Fabric werden oft synonym verwendet; Mesh betont dabei eher die Kommunikations-Topologie zwischen den Agenten, während Fabric die zugrunde liegende Laufzeit-Infrastruktur bezeichnet.
Praxisbeispiel:
Ein Konsumgüterunternehmen betreibt separate Agenten für Beschaffung, Lieferantenrisiko und Vertragsprüfung. Anstatt direkte Integrationen zwischen ihnen fest zu verdrahten, kommunizieren die Agenten über ein Agent-Mesh. Dieses authentifiziert jede Anfrage, protokolliert, welcher Agent welchen aufgerufen hat, und ermöglicht es dem Governance-Team, den Datenverkehr zwischen den Agenten zu drosseln oder zu stoppen, wenn eine Richtlinie verletzt wird.





